Sauna Aufguss – alle Informationen

Was versteht man unter einem Aufguss?

Als Aufguss bezeichnet man das fachmännische Übergießen der heißen Steine durch den Saunameister. Die (Lava) Steine liegen auf dem Saunaofen. Das Wasser ist dabei meistens lauwarm, kann aber auch heiß sein.

Sauna Aufguss Eimer

Wie läuft ein Sauna Aufguss ab?

Egal ob sanft oder sehr heiß. Der Aufguss ist für viele Gäste ein Höhepunkt des Saunaaufenthalts. In den Wellnessthermen ist das Wasser mit ätherischen Ölen angereichert. Diese können rein biologisch aber auch synthetisch sein. Die Saunaofen-Steine sind meistens Lavagestein. Mit einer Kelle wird das Wasser auf dem Saunaofen verteilt. Dort verdampft es, die Luftfeuchtigkeit erhöht sich rasant. Die Wärme steigt bekanntlich zur Decke. Durch das sogenannte „Wedeln“ mit einem „Wacheltuch“ durch den Saunameister wird die Luft gleichmäßig verteilt.  So kommt die Wärme bei den Saunierenden an, ehe diese anschließend abgeschlagen werden. Dabei wird die Luft vor jedem Gast mit dem Wacheltuch nach unten „geschlagen“. Ein Aufguss geht meistens über drei Runden bei einer Dauer von 8-12 Minuten. Die relative Luftfeuchtigkeit erhöht sich von 10% auf etwa 30%.

Nicht mehr krank durch Sauna?

Ein Saunabesuch aktiviert die Abwehrkräfte. Das ist allgemein bekannt. Doch was steckt eigentlich dahinter? Während dem Saunabesucht steigt die eigene Körpertemperatur um etwa 2 Grad an. Die Haut erwärmt sich zwischen 3 bis 10 Grad, je nach Typ. Die Blutgefäße erweitern sich. Außerdem entspannen sich die Muskeln. Die Steigerung der körpereigenen Temperatur täuscht ein Fieber vor. Das hat zufolge, dass Bakterien und Krankheitserreger angegriffen werden. Die Abwechslung beim Schwitzen und Abkühlen (beispielsweise im Tauchbecken) stärkten das Herzkreislaufsystem. Zusätzlich aktiviert die erhöhte Temperatur den Stoffwechsel. Schlackenstoffe werden ausgespült.

Die Abwehrkräfte werden durch Vortäuschung eines Fiebers gestärkt. Das Immunsystem spült Krankheitserreger aus.

Ergänzende Informationen zum Aufguss

In einigen Wellnessanlagen wird vor oder nach dem Aufguss ein Stück Obst oder ein kleines Getränk gereicht. Die Aufgüsse reichen von klassisch bis zum Eventaufguss. Von asiatisch bis finnisch. Professionell durchgeführte Aufgüsse finden heutzutage in fast jeder Sauna statt.
Der Flüssigkeitsverlust während dem Aufguss, muss durch viel Wasser oder erfrischende Säfte (frischgepresst) ausgeglichen werden.

Wann darf ich nicht in die Sauna?

In einigen Fällen darf man nicht in die Sauna:

  • Akute Infekte und Fieberzustände
  • Akute bzw. frische Entzündungen
  • Krebsleiden
  • Ruheinsuffizienz des Herzens
  • Bluthochdruck mit Nierenbeteiligung
  • Epilepsie und andere Hirnanfallsleide
  • Akutes Asthma
  • Entzündung der inneren Organe

Was ist ein Aufgussplan?

Am Aufgussplan sind die Aufgüsse des Tages angeschrieben. Dieser Plan hängt an einem zentralen Ort in der Sauna, meist im Eingangsbereich. Anhand dieses Plans können die Gäste die Aufgussarten sowie Zeiten entnehmen. Einige Saunen haben Wochen- und Monatspläne, andere Anlagen gestalten den Saunaplan jeden Tag individuell. Ebenso stehen auf dem Aufgussplan Anwendungen im Dampfbad wie Salz- oder Honigeinreibungen.

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